Der März bringt mehrere Aktionstage mit sich, die uns an die Bedeutung des Umweltschutzes erinnern, zum Beispiel den Weltwassertag oder den Global Recycling Day. Solche Anlässe sind wichtig, weil sie uns für einen Moment innehalten lassen und daran erinnern, dass unsere täglichen Entscheidungen weitreichendere Auswirkungen haben.
Gleichzeitig gilt aber auch: Symbolische Tage allein reichen nicht aus. Ein echter Unterschied entsteht erst dann, wenn sich unsere Haltung verändert.
Elektronik ist heute ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens. Wir nutzen Notebooks, Computer und Smartphones jeden Tag und ersetzen sie oft früher, als es aus technischer Sicht eigentlich nötig wäre. Genau hier beginnt jedoch das Problem.
Nicht erst am Ende der Lebensdauer eines Geräts, wenn es um Recycling geht.
Sondern schon am Anfang, in dem Moment, in dem wir entscheiden, ob wir wirklich ein neues Gerät brauchen.
Recycling reicht nicht aus. Die eigentliche Veränderung beginnt früher.
Die EU hat eine klare Abfallhierarchie.
An erster Stelle steht die Vermeidung. Danach kommt die Wiederverwendung. Erst dann folgt das Recycling.
In der Praxis wird Elektroschrott jedoch fast ausschließlich als Problem am Ende des Lebenszyklus betrachtet. Gemessen werden Sammelquoten, die Menge des verarbeiteten Abfalls und Recyclingraten. Deutlich seltener geht es darum, wie Abfall überhaupt vermieden werden kann.
Laut dem E-Waste Monitor 2024 werden in Europa offiziell nur 42,8 % des Elektroschrotts dokumentiert und recycelt, was 26,5 Millionen Tonnen entspricht.
Im Jahr 2025 wurden in der EU gleichzeitig 14,4 Millionen Tonnen neuer elektronischer Geräte verkauft. Im Vergleich zu 2012 entspricht das einem Anstieg von 89 %. In Ländern wie Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien bedeutet das einen Verbrauch von 33 bis 45 Kilogramm Elektronik pro Einwohner und Jahr.
Und trotzdem gelangen nur 5,2 Millionen Tonnen Elektroschrott in offizielle Recyclingkanäle.
Der Rest? Ein Teil verschwindet außerhalb jeder Erfassung. Ein Teil landet illegal irgendwo. Ein weiterer Teil gelangt in Länder, in denen Elektroschrott informell verarbeitet wird, etwa durch offenes Verbrennen oder gefährliche Demontage. Dabei werden giftige Stoffe freigesetzt, die sowohl die Gesundheit der Menschen als auch die Umwelt gefährden.
Recycling ist wichtig. Aber allein reicht es nicht aus.
Die größte Wirkung hat die Entscheidung vor dem Kauf neuer Technik
Das nachhaltigste Gerät ist das, das bereits existiert.
Jeder neue Laptop bedeutet Rohstoffabbau, Wasserverbrauch, Energieeinsatz in der Produktion, Logistik und künftigen Elektroschrott. Der Großteil dieser Auswirkungen entsteht bereits, bevor das Gerät überhaupt zum ersten Mal eingeschaltet wird.
Deshalb ist die Verlängerung der Lebensdauer eines Geräts der effektivste Weg, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
👉 Wenn Sie sich bereits für einen Austausch entscheiden, ziehen Sie refurbished Notebooks oder refurbished Computer anstelle komplett neuer Geräte in Betracht. Sie bieten oft ausreichend Leistung für den Arbeitsalltag, während ihre Umweltbelastung deutlich geringer ist.
Eine Aufbereitung beseitigt zwar nicht jeden Elektroschrott und macht manchmal den Austausch einzelner Teile notwendig, ihr Einfluss ist im Vergleich zur Herstellung eines neuen Geräts jedoch deutlich geringer.
Genau deshalb steht sie in der Hierarchie über dem reinen Recycling. Dieses sollte erst dann zum Einsatz kommen, wenn ein Gerät nicht mehr sicher und funktionstüchtig genutzt werden kann.
Wenn Sie interessiert, wie der gesamte Refurbishment-Prozess abläuft, werfen Sie einen Blick in unser Refurbishment Center.
Das Wasser, das wir nicht sehen
Der Weltwassertag erinnert uns daran, dass Wasser eine wertvolle Ressource ist.
Die Herstellung von Elektronik ist dabei äußerst wasserintensiv. Vom Rohstoffabbau bis hin zur Chipproduktion.
Dank Refurbishment haben wir bisher mehr als 62,49 Milliarden Liter Wasser eingespart.
Darüber hinaus konnten wir vermeiden:
- 68.748 Tonnen CO₂
- 1.265 Tonnen Elektroschrott
- und wir haben 357.500 Tonnen wertvoller Rohstoffe eingespart.
Diese Zahlen sind das Ergebnis tausender Entscheidungen von Kundinnen und Kunden, die sich für ein refurbished Gerät anstelle eines neuen entschieden haben.
Mehr über die Wirkung refurbished Technik finden Sie auf unserer Nachhaltigkeitsseite.
Kreislaufwirtschaft in der Praxis
Kreislaufwirtschaft bedeutet nicht, einfach nur mehr zu trennen.
Sie bedeutet, weniger zu verschwenden.
Bei Techsavers verlängern wir seit 2003 die Lebensdauer von Elektronik. Wir reinigen Geräte außen wie innen sicher und gründlich, testen sie, bereiten sie auf und bringen sie zurück in den Kreislauf. Was sich nicht mehr erneuern lässt, wird verantwortungsvoll weiterverarbeitet.
Zu diesem Ansatz gehört auch der Ankauf von Technik. Ein ungenutztes Gerät muss nicht im Abfall landen. Es kann zu einer Ressource für den nächsten Nutzer und für den Planeten werden.
Für jedes verkaufte Produkt pflanzen wir außerdem in Zusammenarbeit mit der Organisation Ecologi einen Baum. Bisher haben wir bereits mehr als 3.500 Bäume dort gepflanzt, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Bewusstes Handeln beginnt nicht beim Recycling
Es beginnt mit einer Frage.
Kann ich dieses Gerät länger nutzen?
Kann ich es reparieren?
Kann ich es weitergeben?
Kann ich mich für refurbished entscheiden?
Genau in diesen Momenten entscheidet sich, welche tatsächlichen Auswirkungen unsere alltäglichen Entscheidungen haben.
Was können Sie selbst tun?
- Nutzen Sie Geräte länger, wenn sie Ihnen noch gute Dienste leisten.
- Ziehen Sie eine Reparatur einem Austausch vor.
- Verkaufen oder verschenken Sie Technik, die Sie nicht mehr brauchen.
- Und wenn Sie ein neues Gerät anschaffen möchten, ziehen Sie refurbished Technik in Betracht.
Denn wenn wir uns dafür entscheiden, dem, was bereits existiert, ein längeres Leben zu geben, verändern wir das System von innen heraus. Recycling ist wichtig, doch die Zukunft gehört der Vermeidung, der Wiederverwendung und einem zirkulären Denken. 💚
Jedes Gerät, das eine zweite Chance bekommt, ist ein kleiner Schritt in genau diese Richtung.
